Brettspieleabend November 2017

Der vergangene Spieleabend war kurz und es gab auch nicht so viel zu spielen – zumindest für uns. Das lag nicht an der Auswahl, die mit einem Schlag auf zwei Spiele geschrumpft war, sondern wir mussten früher weg. Zudem gab es für uns nur zwei Spiele zu spielen 😊 Denn die Heldenschmiede hat an diesem Tag ein Event veranstaltet. Pegasus Spiele hat dem Abend Spiele gesponsert, Bedingung hierbei war zwei von drei ausgewählten Spielen zu spielen und ein Beweisfoto zu erstellen. Als Ergebnis hat man eins der drei Spiele geschenkt bekommen: Smash Up Munchkin.

 

Da wir in Aussicht auf dieses, dieses nicht gespielt haben (vor allem weil es zum betreffenden Zeitpunkt von einer anderen Gruppe gespielt wurde), haben wir uns den zwei anderen Spielen gewidmet.

 

Das erste Spiel traf sich sogar recht gut, denn das stand sowieso auf unserer Liste von Spielen, die für diesen Abend geplant war. Spontan haben wir einen vierten Mann ins Boot geholt und nach den ersten zwei Runden bekamen wir Zuwachs und nach etwa zwei weiteren Runden nochmals, damit waren wir für den Abend eine Gruppe von sechs Leuten und somit voll 😉

Das Spiel von unserer Liste war Bam!, sozusagen die deutsche Version von Cards Against Humanity. Das Spiel gibt es in zwei Versionen – ab 16 Jahren und ab 18 Jahren. Von Anfang an war ich skeptisch dem Spiel gegenüber, denn das amerikanische Spiel hat schon viel schwarzen Humor und ist sehr derbe. Und ich hatte bezweifelt ob die deutsche Variante wirklich diesen Humor umsetzen kann oder auch will.

Als wir gespielt haben, haben wir schnell gemerkt, dass es zumindest in der ab 16 Jahren-Version fehlt. Die anderen hatten wir nicht zur Auswahl, also haben wir mit ihr gespielt. Von den Karten bietet sie in Richtung Sex und Obszönität Antworten, doch nicht in Richtung schwarzem Humor, des Originals gehen. Wir haben zwar aktuelle Karten wie Flüchtlingskrise und Donald Trump, was ein großer Pluspunkt ist, doch es fehlen zu diesen Karten die richtigen Lückensätze. Das lustigste an diesem Abend war eine der ersten Karten, die wir in der Hand hielten.

 

Die Lösung für die Flüchtlingskrise ist Bam!

  • Malaria
  • Kinder im Stacheldraht

 

Schlimmer oder vom schwarzen Humor mehr wurde es dann aber nicht mehr. Es ist nun einfach die Frage, was ist an der Version ab 18 anders? Wird es da besser? Vielleicht kommt noch eine Gelegenheit, bei der wir das austesten können, sonst ist das Spiel gut, es fehlt einfach nur der schwarze Humor von Cards Against Humanity.

 

 

Das letzte Spiel, das noch spielbar war, neben Smash Up Munchkin, war die neue Erweiterung von Munchkin: Munchkin Shakespeare. Das Spiel sollte vielen ein Begriff sein, da es schon alt ist … sehr alt … so im Vergleich 😉

Für alle anderen: Wir sind ein Munchkin und müssen von Level 1 auf Level 10 kommen, dafür können wir entsprechende Karten legen, die uns ein Level aufsteigen lassen, von anderen Spielern Level klauen oder Monster besiegen. In erster Linie geht es um Monster besiegen. Wir als Munchkin sind vom Geschlecht das, was wir auch wirklich sind (das ist wichtig! Es gibt einen Unterschied zwischen Spieler und Spielerin!). Wir haben zwei unterschiedliche Stapel: Türkarten und Schatzkarten. Von beiden bekommen wir jeweils vier auf die Hand und können diese erst einmal durchschauen. Haben wir Klassen- oder Rassenkarten auf der Hand, können wir diese vor uns auslegen und somit annehmen, mit deren Effekten versteht sich. Haben wir Waffen, Rüstung, Kopfbedeckung und Schuhwerk auf der Hand, können wir das ebenfalls auslegen und unseren Wert erhöhen. Unsere Kampfkraft summiert sich aus unserem aktuellen Level und den Items die wir bei uns tragen. Haben wir alles ausgelegt, was wir auslegen können, fängt das Spiel an.

In unserer Runde haben wir mehrere Möglichkeiten, aber zuerst müssen wir die Tür zu einem Raum eintreten – sprich eine Türkarte aufdecken. Hinter dieser versteckt sich entweder ein Monster, das wir bekämpfen müssen, ein Fluch, der sofort seinen Effekt auf uns legt oder ein Gegenstand. Können wir die Karte auf die Hand nehmen, ist also kein Monster oder Fluch, können wir entweder ein Monster von unserer Hand spielen und bekämpfen oder wir können eine weitere Türkarte ziehen, dieses Mal aber verdeckt. Ist die erste Karte ein Monster müssen wir es bekämpfen. Das Monster hat ein Level und einen Kartentext – dieser endet mit „Schlimme Dinge“. Die schlimmen Dinge passieren, wenn wir das Monster nicht besiegen können oder das Weglaufen misslingt. Um es zu besiegen muss unsere Kampfkraft größer als das Level des Monsters sein. Schaffen wir es nicht allein, können wir einen anderen Munchkin um Hilfe bitten. Allerdings können sich auch die anderen Mitspieler in den Kampf einmischen und zu ihrem Vorteil nutzen, sprich das Monster unterstützen und uns so in die schlimmen Dinge zwingen. Können wir das Monster besiegen, winken Schätze, die der Munchkin erbeutet. Hat er Hilfe, verlangt der helfende Munchkin sicher einen Anteil daran. Hat er sich so helfen lassen, dass er alle Schätze abgeben muss, bekommt er immer noch das Level Up für jedes besiegte Monster.

 

Zur Version von Shakespeare muss ich nicht allzu viel sagen. Als Monster gibt es unter anderem „Heinrich IV, Teil 1“ oder auch „Heinrich IV, Teil 2“ – natürlich beide nur zur Hälfte dargestellt. Oder auch Zwei Bienen, die dunkle Lady oder Lady Macbeth.

Ich für meinen Teil fand die Edition sehr schön zu spielen. Wie auch zuvor waren wir immer noch in unserer 6-er Gruppe. Sehr gut waren dann auch Geschlechtsbezogene Anweisungen wie „Ich muss dem nächsten Munchkin vom anderen Geschlecht helfen und der letzte Munchkin vom anderen Geschlecht muss mir helfen“. Als einzige Frau am Tisch … ja 😉 Sehr schnell hat sich auch gezeigt, wer gegen wen spielt, so gerieten mein rechter Sitznachbar und ich ins Visier aller anderen, weil wir uns gegenseitig geholfen haben und ich bin zeitweise sehr frustriert gewesen. Wirklich sehr!! Immerhin gingen dann alle auf mich und ich hatte kaum Karten zum Kontern. Das lustige oder auch für mich amüsante war dann, dass ich tatsächlich gewonnen hatte. Ich konnte es selber nicht glauben, da ich zwischendurch die Hoffnung aufgegeben hatte und alle schon so weit waren, dass sie fertigmachen hätten können.

 

 

Beide Spiele waren oder sind, wie zu Beginn erwähnt, von Pegasus ausgeschrieben gewesen, dass wir hinterher (mit Beweisfotos vom spielen) „Smash Up Munchkin“ bekommen haben. Auch wenn es nicht notwendig ist, möchte ich sowohl Pegasus, als auch der Heldenschmiede danke dafür sagen 😊 Das war ein super Event und da wir extra für den Spieleabend in die Stadt gekommen waren um erst am Spieltag selbst davon zu erfahren, hat es sich damit wirklich gelohnt 😀 Mittlerweile haben wir das Spiel auch ausprobiert – während unsere vier Spielkollegen das noch am selben Abend gemacht haben – aber dazu ein anderes Mal mehr 😉

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